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FAQs: Häufig gestellte Fragen zum Thema FAIRTRADE-Gemeinde

In dieser Rubrik möchten wir einige Fragen beantworten, die besonders häufig zur Kampagne FAIRTRADE-Gemeinden gestellt werden. Viele weitere Informationen zum Thema FAIRTRADE-Gemeinden finden Sie selbstverständlich auf dieser Website! Gerne können Sie sich bei offenen Fragen auch persönlich an uns wenden: elke.schaupp(at)fairtrade.at, 01/533 09 56-15.

Was muss eine Gemeinde machen, um den Titel "FAIRTRADE-Gemeinde" zu erhalten?

Insgesamt müssen Gemeinden auf Ihrem Weg zur FAIRTRADE-Gemeinde fünf Ziele erfüllen! Bei allen Zielen geht es um eine erfolgreiche Verankerung des fairen Handels auf lokaler Ebene. Das beginnt bei der Verwendung von FAIRTRADE-Produkten auf dem Gemeindeamt und in der lokalen Gastronomie und geht über das Verfügbarmachen von fair gehandelten Produkten in lokalen Geschäften bis hin zu Bewusstseinsbildung und Informationsarbeit.

Welche Maßnahmen soll meine Gemeinde auf dem Weg zur FAIRTRADE-Gemeinde zuerst setzen?

In welcher Reihenfolge Gemeinden die fünf Ziele erfüllen, ist ganz der Entscheidung der lokalen FAIRTRADE-Gruppe überlassen. In vielen Gemeinden hat es sich allerdings bewährt, zunächst die Resolution im Gemeinderat zu verabschieden, um die politische Rückendeckung für das Vorhaben zu sichern. Danach empfiehlt es sich, den Status quo des fairen Engagements zu erheben: welche Aktivitäten zu Themen des fairen Handels finden in der Gemeinde bereits statt? Welche Gemeindebürgerinnen und -bürger engagieren sich in diesem Themenfeld? Ausgehend vom Status quo lässt sich dann recht schnell ein Plan an Maßnahmen, die noch umgesetzt werden müssen, erstellen!

Wird die Einhaltung der Kriterien auch nach Ernennung zur FAIRTRADE-Gemeinde überprüft?

Ja! FAIRTRADE Österreich verschickt in regelmäßigen Abständen Fragebögen an die lokalen FAIRTRADE-Arbeitsgruppen um den Ist-Stand des fairen Engagements vor Ort abzufragen. Im Fragebogen berichtet die lokale FAIRTRADE-Gruppe von den gesetzten Maßnahmen im Themenfeld fairer Handel und erneuert damit den Status der Gemeinde als FAIRTRADE-Gemeinde.

Was ist das Ziel der Evaluierung?

Der regelmäßige Informationsaustausch gibt FAIRTRADE Österreich die Möglichkeit, beratend in der Gemeindearbeit mitzuwirken und im Falle eines "Formtiefs" das persönliche Gespräch und Lösungsmöglichkeiten zu suchen! Besonders vorbildliche Gemeinden werden mit Ihren Aktivitäten auf www.fairtrade-gemeinden.at (-> Neuigkeiten) vorgestellt, damit die Gemeinden im österreichweiten Netzwerk voneinander lernen können. FAIRTRADE Österreich trägt mit dieser Form der Evaluierung der lokalen Struktur der Kampagne FAIRTRADE-Gemeinde Rechnung: Das Engagement in den Gemeinden wird in den meisten Fällen von ehrenamtlich Engagierten geleistet und wird daher - wie alle sozialen Prozesse - von Erfolgen, aber auch von Herausforderungen geprägt. Auf diesem Weg möchte FAIRTRADE Österreich ein guter Begleiter sein und unterstützend einwirken, ohne mit "erhobenem Zeigefinger" aufzutreten oder gar den Entzug einer Auszeichnung anzudrohen.

Wem gehört der Titel "FAIRTRADE-Gemeinde"?

Der Titel "FAIRTRADE-Gemeinde" wird von allen Akteurinnen und Akteuren einer Gemeinde getragen, die den Begriff mit ihren Aktivitäten und Maßnahmen zum Leben erfüllen. Der Titel "gehört" also nicht einer offiziellen Gemeindeinstitution, dem Gemeinderat oder einem Bürgermeister/einer Bürgermeisterin sondern würdigt die Arbeit all jener, die in regelmäßigen Abständen aktiv an der Förderung des fairen Handels vor Ort mitwirken. Durch den Titel "FAIRTRADE-Gemeinde" kann dieses Engagement einer größeren Öffentlichkeit bekannt gemacht werden!